Sande

Wittmunderin zwingt Güterzug zur Notbremsung

An einem Bahnübergang in Sande hat es am Donnerstag einen Zwischenfall gegeben. Symbolbild: Pixabay

An einem Bahnübergang in Sande hat es am Donnerstag einen Zwischenfall gegeben. Symbolbild: Pixabay

An einem Bahnübergang in Sande ist es am Donnerstag zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Eine Autofahrerin fuhr über die Gleise – trotz geschlossener Halbschranken. Ein mit 2000 Tonnen Kerosin beladener Güterzug musste bremsen.

Sande/Wittmund - Nur durch eine Notbremsung konnte der Fahrer eines Güterzuges am Donnerstagmittag einen Zusammenstoß mit einem Auto verhindern. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, dass eine Autofahrerin mit ihrem Wagen aus Richtung Sanderbusch kommend über den Bahnübergang auf der Strecke Sande-Jever fuhr. Obwohl die Halbschranken bereits geschlossen waren.

Ein Güterzug, der mit Tempo 50 aus Richtung Jever kam, leitete eine Schnellbremsung ein. Nur so konnte ein Zusammenprall mit dem Auto verhindert werden. Laut Sprecher kam der Zug, der mit 22 Kesselwagen unterwegs war und 2000 Tonnen Kerosin geladen hatte, erst 150 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. Die Autofahrerin fuhr nach dem Vorfall einfach weiter.

Nach ihr sucht nun die Polizei. Ersten Erkenntnissen zufolge soll sie mit silbernen Kleinwagen unterwegs gewesen sein, an dem ein Wittmunder Kennzeichen angebracht war. Die Fahrerin soll etwa 60 bis 70 Jahre alt sein. Laut Beschreibung hat sie graue Haare und trug eine Brille. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Hinweise von Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, nimmt die Polizei unter 0441/218380 entgegen.

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