Aurich

Keime: Auricher Klinik schließt Frühchenstation

Am Krankenhaus in Aurich sind auf der Kinderintensivstation vermehrt Darmbakterien entdeckt worden. Archivfoto: Banik

Am Krankenhaus in Aurich sind auf der Kinderintensivstation vermehrt Darmbakterien entdeckt worden. Archivfoto: Banik

Keime-Alarm in der Ubbo-Emmius-Klinik in Aurich. Auf der Kinderintensivstation sind vermehrt Darmbakterien entdeckt worden. Vorsorglich nimmt die Klinik keine Neugeborenen mehr auf der Frühchenstation auf – und hat umfangreiche Maßnahmen anlaufen lassen.

Aurich. Auf der Kinderintensivstation der Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) in Aurich sind vermehrt Darmbakterien mit einem besonderen Resistenzmuster – sogenannte Vancomycin-resistente Enterokokken – nachgewiesen worden. Bislang ist nach Klinikangaben aber kein Kind daran erkrankt.

Um eine Gefährdung der jungen Patienten auszuschließen, nimmt die Frühchenstation derzeit keine Kinder mehr auf. Zwei Neugeborene, die auf der Station versorgt werden, wurden in andere Bereiche verlegt. Derzeit wird die Station laut UEK umfangreich renoviert und desinfiziert. Kreißsaal und Wochenstation sind nicht betroffen und werden regulär betrieben. Auch die Notfallversorgung in der Geburtsklinik ist sichergestellt.

Aufgefallen war der Keimanstieg bei einer routinemäßigen Erregerüberwachung. Sofort seien zusammen mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich umfangreiche Maßnahmen zur Identifizierung der Keime und der Eindämmung ihrer Ausbreitung getroffen worden. Enterokokken kommen in verschiedenen Varianten in der Umwelt, beim Tier und beim Menschen sowie in Lebensmitteln vor. In seltenen Fällen verursachen sie Infektionen. Betroffen sind davon Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem.

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