Emden

Ostfriese läuft Halbmarathon in Australien

Mark Riedl im Outback von Australien. Foto: Höfner

Mark Riedl im Outback von Australien. Foto: Höfner

Der Emder Mark Riedl hat sich vom Antisportler zum Ausdauerathleten entwickelt. Jetzt lief der Ostfriese seinen fünften Halbmarathon, diesmal im australischen Outback. Das Laufen liegt Riedls Familie.

Emden. Vor Jahren war Mark Riedl eher ein unsportlicher Typ. Jahre später hat der Emder nun an seinem fünften Halbmarathon teilgenommen. Und dass vor malerischer Kulisse. Der Emder lief im australischen Outback.

Die Initialzündung kam, als Riedl seinen Onkel Achim Groenhagen bei dessen ersten Ironman-Triathlon auf Hawaii begleitete. Groenhagen belegte damals bei seiner Hawaii Premiere den 6. Platz in seiner Altersklasse und wurde damit bester Deutscher beim schwersten Triathlon der Welt. Von der überwältigenden Stimmung vor Ort begeistert und der Leistung von Achim Groenhagen schwer beeindruckt, beschloss Riedl, zukünftig selbst auch sportlich aktiv zu werden. Zuhause angekommen begann er zunächst mit einem Schwimmkurs, dann kam der Laufsport dazu. Die Kilos purzelten und die Laufstrecken wurden immer länger. Mit Hilfe von Trainer Ralf Lindschulten entwickelte Mark Riedl sich zum Ausdauersportler.

Regenwald-Tour und das Great Barrier Reef

Fortan wurden die ersten Wettkämpfe erfolgreich absolviert, mittlerweile hat er vier Ossiloop-Veranstaltungen als Dörlooper gemeistert und von Jahr zu Jahr seine Zeit dabei erheblich verbessern können. Sein fünfter Halbmarathon sollte jetzt eine ganz besondere Herausforderung werden, ein Lauf im Outback von Australien. Zunächst ginge es mit Zwischenlandung in Hongkong (China) nach Cairns (Australien), dort waren vier Wochen Urlaub und der Australien Outback-Marathon geplant. Eine Regenwald-Tour und das Great Barrier Reef standen mit auf dem Plan. Auch das Training und die langsame Akklimatisation an die Temperaturen und das Wüstenklima wurden dabei nicht vernachlässigt. Der touristische Anziehungspunkt Ayers Rock, in der Sprache der Aborigines Uluru genannt, ist zweifelsohne der bekannteste Berg Australiens und zudem das Wahrzeichen des fünften Kontinents.

Riedl ließ sich natürlich den spektakulären Sonnenuntergang und das damit einhergehende Farbspiel des aus Akrose-Sandstein bestehenden Fels ebenfalls nicht entgehen, obwohl die Lage des sich im abgelegenen Central Australia (Northern Territory) befindlichen Ayers Rock kaum isolierter sein könnte. Den Ayers Rock umwanderte der Emder an einem Nachmittag auf dem 10,6 Kilometer langen Uluru Base Walk, der um den gesamten Berg herum führt und mit einer Kamel-Tour ging es direkt zur ersten Besichtigung in das tiefere Outback.

Nach 2:34:49 Stunden war das Ziel erreicht

Beim Start am Wettkampftag ging es in Sichtweite des Ayers Rock bereits um 7.45 Uhr von einem beeindruckenden Sonnenaufgang begleitet los. Zur Motivation vollführten die Aborigines einen Tanz mit Gesang. Die Temperaturen entwickelten sich von 9 Grad beim Start im Tagesverlauf bis auf 21 Grad bei der Zielankunft. Gelaufen wurde dabei überwiegend auf dem in der zentralaustralischen Wüste typischen rötlichen Wüstensand. Die Strecke verlief über drei große Sanddünen. Der Streckenverlauf gibt dabei den Blick auf den Ayers Rock und eine Gruppe von 36 Bergen in Zentralaustralien frei.

Nach 2:34:49 Stunden war das Ziel erreicht und der 24-Jährige mit sich zufrieden. „Der tiefe rote Untergrund und der Temperaturanstieg waren eine richtige Herausforderung“, so Mark Riedl anschließend. Aber der Outback Marathon war nur eine erfolgreiche Zwischenetappe, nächstes Jahr hat er sich den Big-Five-Marathon in Südafrika vorgenommen. Sein großes Ziel ist dann endgültig 2023 den Mount Everest Marathon zu schaffen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg mit vielen Trainingskilometern und Intervalleinheiten.

Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel zu kommentieren.

Anmelden