Brookmerland

Upgant-Schott: Wohnhäuser nach Gasaustritt evakuiert

Nach dem Gasaustritt sperrten Feuerwehrleute den Unglücksort weiträumig ab. Foto: Dirks

Nach dem Gasaustritt sperrten Feuerwehrleute den Unglücksort weiträumig ab. Foto: Dirks

Von Thomas Dirks

Bei Arbeiten an einem Zaun wurde in Osterupgant die Hauptversorgungsleitung getroffen – das sorgte für eine gefährliche Situation und hatte Folgen.

Upgant-Schott. Nur knapp sind Bewohner mehrerer Häuser an der Kirchstraße (Kreisstraße 118) in Osterupgant (Gemeinde Upgant-Schott) am Sonnabendnachmittag einer Katastrophe entgangen. Ein Anlieger hatte beim Aufstellen eines Gartenzaun die parallel zur Straße verlaufende Hauptgasleitung beschädigt. Nach Feuerwehrangaben traf er das Versorgungsrohr mit einer Einschlaghülse. Ohrenzeugen berichten, dass das austretende Gas laut zischte wie Luft die plötzlich aus einem Autoreifen entweicht.

Der Verursacher rief umgehend die Feuerwehr. Als sie eintraf, war bereits ein große Menge Gas ausgetreten. „Ein kleiner Funke hätte ausgereicht und alles wäre hier hochgegangen“, sagte Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens. Die Einsatzkräfte – im Einsatz waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Carsten Redenius mehr als 30 Mitglieder der Feuerwehren Marienhafe und Upgant-Schott – sperrten die Gefahrenstelle weiträumig ab.

Sperrbereich nur Einsatzkräfte

In dem Sperrbereich durften sich nur Einsatzkräfte aufhalten. Der Verkehr wurde umgeleitet. Aus Sicherheitsgründen mussten die Bewohner von acht Wohnhäusern ihre Gebäude und den Bereich verlassen. Zeitgleich bauten die Feuerwehrleute vorsorglich eine Wasserversorgung auf, um den Brandschutz sicherzustellen.

Mitarbeiter des Energieversorgers EWE drehten die die Hauptleitung ab. Im Anschluss maß ein Techniker die Gaskonzentrationen in den Gebäuden und im Freien. Nachdem die anfänglich bedrohlich hohen Werte gesunken waren, wurde nahe der Leckstelle ein Hochdrucklüfter in Stellung gebracht, um letzte Gasreste zu verflüchtigen.

Gas auch im Erdreich

Da sich das Gas auch im Erdreich und über die Oberflächenentwässerung ausgebreitet hatte, wurden die Gullys und Abflussrohre entlang der Kirchstraße mit Wasser befüllt, damit letzte Gasreste aus dem Rohrsystem verdrängt wurden.

Nach etwa eineinhalb Stunden konnte Entwarnung gegeben werden. Alle Bewohner durften in ihre Häuser zurückkehren. Nach zwei Stunden hob die Feuerwehr die Straßensperrung auf. Die Gasversorgung der Haushalte blieb vorerst eingeschränkt. Bevor es wieder in die Hausanschlüsse strömen konnte, musste der Schaden behoben werden. Ein Bautrupp einer Fachfirma, schloss das entstandene Lecke. Die Reparatur dauerte bis weit in die Abendstunden.

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